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Zeckenalarm auf den Fußballplätzen

Zecken fühlen sich nicht nur im Wald, sondern auch in Stadtparks oder privaten Gärten heimisch – und auf Fußballplätzen! Einer aktuellen Studie zufolge wurden in 14 von 16 Bundesländern Zecken in Sportstätten gefunden – in machen sogar richtig viele: NRW bringt es mit 193 Zecken pro 120 Quadratmeter an die Tabellenspitze, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 99. Baden-Württemberg rangiert auf Platz 5 mit 63 Funden. In Bremen und Berlin wurden keine Blutsauger entdeckt. Insgesamt wurden 32 Plätze untersucht.
„Die Ergebnisse der Fußballerhebung verdeutlichen, dass sowohl an den Sportstätten als auch in näherer Umgebung der Fußballplätze Zecken in einer überraschend hohen Dichte auftreten können“, erklärt Zeckenexperte Prof. (a. D.) Dr. Jochen Süss.
Deutschlandweit gibt es rund 50.000 Sportplätze, davon sind viele von hohen Gräsern und Büschen umgeben. Und genau hier wartet die Zecke in Lauerstellung auf ihren Wirt. Denn entgegen dem Irrglauben, dass Zecken von Bäumen fallen, können die Parasiten maximal 1,5 Meter hoch klettern. Menschen streifen sie oft unbemerkt beim Vorbeigehen an Gräsern oder Büschen ab.
Dass ein Zeckenstich nicht ganz ungefährlich ist, mussten bereits einige prominente Bundesligaspieler erfahren. Bei schwerwiegenden Krankheitsfällen kann das FSME-Virus die Hirnhaut und das zentrale Nervensystem des Menschen angreifen und schwere Langzeitfolgen wie Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen verursachen. Damit Zuschauer und Spieler das Fußballspiel sorgenfrei genießen können, sollten Zeckenstiche daher so gut es geht vermieden werden, z. B. durch folgende Vorsorgemaßnahmen: möglichst lange, helle Kleidung tragen, schützende Repellents aufsprühen sowie den Körper nach jeder Trainingseinheit oder einem Aufenthalt im Freien nach Zecken absuchen. Eine Impfung kann dazu beitragen, das Risiko einer FSME-Infektion nach einem Zeckenstich zu verringern. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt zu einer FSME-Impfung beraten.